Schüleraustausch mit Segré/ Frankreich
Tag 7: Abschied
Um 8 Uhr haben wir uns von unseren französischen Gastgebern verabschiedet. Alle wurden pünktlich zum Busbahnhof gebracht, und der Abschied war teilweise sehr emotional. In Angers haben wir uns noch das Musée des Beaux-Arts von außen angeschaut, und bei einem kleinen Picknick gemeinsam die Woche Revue passieren lassen.
Anschließend mussten wir jedoch einige Herausforderungen meistern: Unser Zug hatte eine Stunde Verspätung, in Paris gab es ein Problem mit unserer Hotelreservierung, sodass wir ungewollt etwas enger zusammenrücken mussten. Unser Zeitplan geriet ziemlich durcheinander. Daher konnten wir leider nicht mehr ganz so viel von der Stadt sehen wie ursprünglich geplant.
Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht und noch den Canal Saint-Martin, die Place de la Bastille sowie die Place des Vosges besichtigt. Nach dem Abendessen haben wir den Tag im Gemeinschaftsraum ausklingen lassen und gemeinsam noch ein Spiel gespielt.
Nun freuen wir uns alle sehr auf zuhause, wo wir dann dem Gegenbesuch im Juni entgegenfiebern.
Tag 6: Saint-Malo
Heute Morgen ging es für uns mit dem Reisebus zwei Stunden nach Saint-Malo. Die beeindruckende bretonische Hafenstadt im Nordwesten Frankreichs hat uns sofort verzaubert: Bei angenehmen 17 °C und strahlendem Sonnenschein spazierten wir über die Stadtmauer und genossen dabei den weiten Blick auf das Meer.

Im historischen Stadtzentrum konnten die Jugendlichen dann bei einer Foto-Rallye einiges entdecken. Manche haben außerdem am Meer Muscheln gesammelt und Sandwiches gegessen.
Morgen machen wir uns dann schon wieder auf den Heimweg. Heute Abend werden sicher alle noch einmal die Zeit in ihren Gastfamilien genießen und die vielen schönen Eindrücke Revue passieren lassen. Gleichzeitig spüren wir, dass sich alle auch schon wieder auf zu Hause freuen.
Tag 5: Marktbesuch und Gruppenarbeit im CDI
Der Mittwoch ist in Frankreich traditionell der kürzeste Schultag: Die Schüler haben nur bis zum Mittag Unterricht, der Nachmittag steht ihnen für sportliche, musikalische oder andere Freizeitaktivitäten zur Verfügung.
Unser Tag begann um 9 Uhr mit einer kurzen Gruppenarbeit im CDI, dem Schülerarbeitsraum. Anschließend gingen wir gemeinsam auf den Markt. Dort hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, mit Passanten ins Gespräch zu kommen und so einen noch besseren Einblick in die französische Kultur zu gewinnen.
Im Anschluss gestalteten sie weiterhin in ihren Gruppen Plakate – entweder digital mit Canva oder ganz klassisch mit Schere und Papier. Die Ergebnisse wurden am Ende kurz präsentiert. Am Nachmittag verabredeten sich die meisten zum Shoppen.
Nun steht morgen bereits unser letzter Tag in den Gastfamilien an – die Zeit vergeht wirklich wie im Flug.
Tag 4: So war unser Dienstag
Auch heute haben wir einen ereignisreichen Tag hinter uns.
Zunächst sind die Jugendlichen wieder mit ihren Gastschülern in den Unterricht gegangen.
Im Anschluss haben wir uns die charmante Stadt Segré angeschaut, die vor allem für ihre Schieferdächer bekannt ist. Die Schüler:innen haben die Stadt eigenständig in Vierergruppen erkundet und dabei viel Neues erfahren.
Ein besonderes Highlight erwartete uns gegen 11 Uhr: Wir wurden sehr herzlich und ganz offiziell im Rathaus von der Bürgermeisterin höchstpersönlich begrüßt. Es gab einen kleinen Empfang mit Keksen und Saft, und zwei unserer Schülerinnen haben sich stellvertretend für unsere Gruppe auf Französisch für die Gastfreundschaft bedankt und ein kleines Gastgeschenk überreicht. (Das war sehr mutig von den beiden – bravo!) Die Presse war auch da; wir erscheinen also bald in der regionalen Zeitung 🙂
Nach einer Mittagspause in der Mensa der Schule wurden wir mit dem Bus zur Mine Bleue gefahren. Dort tauchten wir im wahrsten Sinne des Wortes in die Vergangenheit ein: Ausgestattet mit Schutzhelmen fuhren wir 126 Meter in die Tiefe und erhielten spannende Einblicke in die harte Arbeit unter Tage sowie in den Abbau und die Verarbeitung von Schiefer. Als wir wieder nach oben kamen, waren die Sonne und die frische Luft sehr befreiend, und alle versuchten, selbst einmal einen Schieferkarren zu schieben.
Nach diesem intensiven Tag sind nun alle wieder in ihren Gastfamilien. Mal sehen, welche Abenteuer uns morgen erwarten.
Tag 3: Der erste Tag an der Schule Lycée Bourg Chevreau
Der dritte Tag unserer Reise neigt sich langsam dem Ende zu. Am Morgen nahmen unsere Jugendlichen zunächst am Unterricht ihrer Gastschüler:innen teil und konnten so einen authentischen Einblick in den französischen Schulalltag gewinnen. Nach der ersten Stunde wurden wir gemeinsam mit zwei weiteren Austauschgruppen – einer aus Spanien und einer aus Deutschland – im Speisesaal herzlich mit Kuchen und Getränken begrüßt.
Nach dem Mittagessen stand ein Besuch in einer französischen Grundschule auf dem Programm. Dort durften unsere Schüler:innen selbst aktiv werden: Sie brachten den Kindern unter anderem die Wochentage, die Zahlen sowie ein deutsches Geburtstagslied bei. Besonders überraschend für viele war, dass in Frankreich die Grundschule bereits im Alter von drei Jahren beginnt und die Kinder schon mit fünf oder sechs Jahren erste Erfahrungen mit Fremdsprachen sammeln.
Am späten Nachmittag folgte noch eine gemeinsame Aktivität im CDI. In Gruppen tauschten sich die Jugendlichen über typische Klischees aus und kamen nach der Präsentation ihrer Ergebnisse ins Gespräch. So erfuhren wir beispielsweise, dass die meisten Franzosen weder Schnecken noch Froschschenkel essen. Gleichzeitig konnten wir erklären, dass auch in Deutschland nicht alle Menschen ausschließlich Bier trinken und Currywurst essen.
Besonders schön zu beobachten ist, wie einige unserer Schüler:innen aufblühen und zunehmend mutiger werden, die französische Sprache aktiv zu verwenden.
Tag 1+2: Parisaufenthalt und Weiterfahrt nach Segré
Zwei aufregende Tage liegen bereits hinter unserer Schülergruppe, die sich auf den Weg zu unserer Partnerschule in Segré im Nordwesten Frankreichs gemacht hat. Der erste Zwischenstopp führte uns nach Paris, wo es nach einer kleinen Verschnaufpause im Hotel, das allen gut gefallen hat, direkt weiter in die Stadt ging. Die Jugendlichen waren schnell fasziniert von den kleinen Geschäften und Konditoreien. In der Nähe von Notre Dame haben wir herzhafte Crêpes gegessen und Orangina getrunken.
Vom Wasser aus konnten wir abends noch die Brücken der Seine bewundern und haben abschließend den Louvre bei Nacht gesehen.
Am Sonntagmorgen sind wir dann mit dem TGV nach Angers aufgebrochen, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurde. Nun sind alle richtig im Abenteuer Schüleraustausch angekommen.





