Lesen macht Spaß!

Leseprojekt im Fach Deutsch der Klasse 9.6

Im Rahmen unseres Deutschunterrichts haben wir ein Leseprojekt durchgeführt, bei dem jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes Buch auswählen und lesen durfte. Man konnte ein eigenes Buch von zu Hause mitbringen oder sich ein Buch nehmen, dass unser Lehrer Herr Blum zur Verfügung stellte. Wir lasen über eine gewisse Zeit jeden Donnerstagmorgen in den ersten dreißig Minuten der Unterrichtsstunde. Ziel des Projekts war es, die Freude am Lesen zu fördern und gleichzeitig unsere Lesekompetenz zu verbessern. Dabei tauschten wir uns auf unterschiedliche Art und Weise über das Gelesene aus, indem wir zum Beispiel das Buch kurz präsentierten oder einfach miteinander über die vielen Geschichten sprachen. Ein weiterer Umgang war, dass wir alle einen Satz aus dem Buch laut vorlasen und daraus ein Hörbeitrag entstanden ist, den ihr unten nachhören könnt. Darüber hinaus haben wir auch die Geschichte aus dem jeweiligen Buch fortgeschrieben. Eine Auswahl an Texten könnt ihr hier nachlesen. Das Fazit lautet: Lesen macht Spaß!

Ramonas Fortsetzung des Buchs „Die Duftapotheke“ (2021) von Anna Ruhe

In der Villa Evie hauste ein Geheimnis. Alle Nachbarn, die zu Besuch kamen, sagten das. Es fängt mit einem ganz normalen Gespräch an – „Willkommen im Dorf!“ –  es und endet mit: „Dieses Haus versteckt etwas Großes!“ Es ist normal Besuch von Nachbarn zu bekommen, wir sind ja schließlich die neuen Hausbesitzer, aber wieso wissen alle von dem Geheimnis, außer wir? Wir sind vor drei Tagen umgezogen. Ich bin eine große Stadt gewöhnt und auf einmal befinde ich mich hier in einem kleinen Dorf. Der Umzug kam unerwartet. Meine Mutter fand die Villa Evie in einer Zeitung für wenig Geld. Wir sind direkt umgezogen. Meine Mutter hatte immer von einem entspannten Dorfleben geträumt. Sie ist auch die einzige, die sich freut. Naja, mein Bruder auch, aber er ist erst Vier, also denkt er, dass das nur ein Abenteuer ist. Er sollte recht behalten.

Mats Fortsetzung des Buchs „Lucid Night“ (2023) von Nina Martin

Sie klingelte an der Tür. Einmal. Zweimal. Dreimal. Keine Antwort. Ist er gerade vielleicht einfach nicht zu Hause? Ich versuche mir einzureden, dass alles gut sei und ich Yunus gleich auf dem Rückweg vom Einkaufen sehen würde, doch das nagende Gefühl, es sei etwas schiefgelaufen, lässt mich nicht los. Wenn Yunus nicht zuhause ist, musste doch wenigstens seine Familie da sein oder? Ich kann in meiner Situation sowieso nichts machen, deshalb warte ich. Irgendwann läuft eine ältere Dame zur Tür und schließt sie auf. Ich folge ihr ins Haus und steige die Treppe zu seiner Wohnung hinauf. Das wird durch meine Verletzung erschwert – (ich habe euch doch schon erzählt davon, dass ich verletzt wurde?) –, jedoch habe ich ein Ziel und das muss ich verfolgen. Ich komme an und sehe, dass die Tür offen ist. Ich gehe hinein und drinnen ist es still. Zu still. Das einzige Geräusch, das ich hören kann, ist ein leises „Bumm, Bumm, Bumm“, als mit einem Mal … 

Leonis Fortsetzung des Buchs „Einmal bis ans Ende der Welt“ (2016) von Günther Wessel

Ein Händler namens Pytheas von Massilia wollte ein Schiffsabenteuer erleben. Also rief er seine Freunde an und überredete sie, eine Schiffstour zu unternehmen. Sie trafen sie morgens und sind zusammen losgesegelt, um eine schöne Höhle anzusehen. Gegen Mittag sahen sie eine Insel. Sie haben sich entschieden, dort einen kleinen Stopp einzulegen, um etwas zu essen. Also sind sie zu der Insel hingesegelt. Nach einiger Zeit fuhren sie mit dem Schiff weiter zu ihrem eigentlichen Ziel, der Höhle. Schön war sie und groß. Das Blau des Wassers malte einen bewegten Himmel an die Höhlendecke. Wir schloßen die Augen und begannen zu träumen. Als es dunkel wurde, wollten wir nach Hause. Plötzlich zog ein Sturm auf, doch alle waren beruhigt, da sie das schon öfters erlebt haben. Also fuhren sie unerschrocken weiter und haben sich nichts weiter dabei gedacht. Doch plötzlich sprach ein Ungeheuer aus dem Wasser! Ein richtiges, echtes, lebendiges Ungeheuer!!!

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