Kunst: Wahrnehmung, Ausdruck, flexible Denk- und Problemlösefähigkeit

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“

Paul Auster

Der Ursprung der Kunst ist eng mit der Entwicklung des Menschen als denkendes und soziales Wesen verbunden. Kunst entwickelte sich parallel zu Sprache, Bewusstsein und sozialer Organisation. Damit ist künstlerisches Handeln ein zutiefst menschliches Bedürfnis; es entspricht grundlegend dem menschlichen Wesen.

Das Fach ist das wichtigste Fach überhaupt, weil…

es Kinder und Jugendliche in ihrer gesamten Persönlichkeit fördert. Kunst ist kein „Nebenbei-Fach“, sondern unterstützt kognitive, emotionale, motorische und soziale Entwicklung und befähigt dazu, die visuelle Welt bewusst und selbstbestimmt zu gestalten.

Die wichtigsten Themengebiete sind…

alle Gebiete, in denen Praxis und Theorie miteinander verschränkt sind. Im Praktischen Gestaltungsbereich stehen Experimentieren, Erlernen und Anwenden bildkünstlerischer Techniken und Methoden, das kreative Denken und Denken in Alternativen und das reflektierte Handeln in den unterschiedlichen Bereichen wie Grafik, Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Design, Architektur, Aktion und Performance im Mittelpunkt. Da bildkünstlerisches Handeln stets aus einem Inhalt heraus entsteht, ist die Auseinandersetzung mit vielfältigen historischen sowie zeitgenössischen Kunstwerken und Kunstströmungen im Zusammenhang ihrer Zeit ebenso zentral.

Echte Highlights im Schuljahr sind…

neben jeder einzelnen Minute Kunstunterricht stets größere Projekte wie im Rahmen der Tagore Tage und die Schulhausgestaltung. Da Projekttage nur begrenzt zur Verfügung stehen, werden umfangreichere Projekte, die auch in Gruppen umgesetzt werden, im Unterricht jeder Jahrgangsstufe von 7 bis 12 ermöglicht.

Diese Exkursionen ergänzen den Unterricht…

Besuch von Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst in Museen oder Galerien.

Am meisten Spaß macht …

nach einem Prozess des Experimentierens, Entdeckens, der Auseinandersetzung, des Verwerfens, des Neu-Denkens schließlich ein Werk in den Händen zu halten, das individuell und einzigartig ist.

… Und das Aufräumen natürlich nach jeder Stunde, die durch umfangreichen Materialschlachten glänzte.

Das Fach befähigt die SchülerInnen…

zu einer ästhetischen Grundbildung, also den bewussten Umgang mit Bildern, Formen, Materialien und Gestaltungen, die unsere Lebenswelt prägen. Es schult Wahrnehmung und Reflexion, indem junge Menschen lernen ihre Umwelt aufmerksam zu betrachten und bildnerisch zu reagieren. Sie lernen, Ideen zu entwickeln, auszuprobieren, zu verwerfen und neu zu denken – das stärkt flexible Denk- und Problemlösefähigkeiten auch außerhalb des Faches. Indem der Kunstunterricht das Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen erweitert, lernen jungen Menschen eigene Gedanken, Fragen und Erkenntnisse bildhaft auszudrücken und darüber zu reflektieren. In einer von Bildern geprägten Gesellschaft hilft das Fach Bildkompetenz zu entwickeln – Bilder kritisch zu betrachten, zu verstehen und selbst verantwortungsvoll zu gestalten.